Zum Rückrundenstart 1:6 Niederlage gegen
FSC Rheda

Nach dem Ausfall der ersten drei Rückrundenspiele begann die zweite Hälfte der Saison mit dem erwartet schweren Spiel gegen den Meisterschaftsmitfavoriten FSC Rheda. Dieser setzte sich dank konditioneller und spielerischer Überlegenheit letztendlich verdient mit 6:1 durch. 

Zu Beginn der Partie schien die vorgegebene Marschroute für unsere Mannschaft aufzugehen. Mit nur einer Spitze („Otze“ Godehart) und einem kompakten Mittelfeld sollte dem Gegner der Spielaufbau und somit das Herausspielen von Torchancen erschwert werden. Zwar rollte von der ersten Minute an die Angriffswelle in Richtung Neuenkirchener Tor, allerdings blieben klare Torchancen zunächst aus. Die einzige aufregende Szene resultierte aus einer Unsicherheit unseres Keepers Pascal Schwiederek, der eine Ecke erst im zweiten Nachfassen hielt. Es sollte übrigens die einzige Unsicherheit unseres Torwarts in diesem Spiel bleiben.

In der 7. Spielminute ergab sich dann die erste Möglichkeit für unser Team, für etwas Entlastung zu sorgen. Nach einem Foul kurz hinter der Mittellinie trat Timo Selhorst den Freistoß hoch Richtung Tor des Gegners. Am Strafraum gewann Ralf Steinberg das Kopfballduell gegen einen Verteidiger und plötzlich war „Otze“ frei vor dem von Sven Damps gehüteten Tor des FSC Rheda. Er nahm die Vorlage direkt und verwandelte aus 8 Metern zur 1:0 Führung.

Mit der doch nicht unbedingt erwarteten Führung im Rücken legten sich alle Spieler noch mehr ins Zeug, um den Gast das Leben möglichst schwer zu machen. Je länger wir ein Gegentor verhindern konnten, umso mehr Chancen rechneten wir uns auf ein respektables Ergebnis aus.

Das Vorhaben ging bis zur 24. Minute auf. Nach einem völlig unnötigen Ballverlust im Mittelfeld nutzte Rheda die sich bietenden Freiräume in unserer Defensive aus. Dominik Kretz traf zum Ausgleich. Nur 11 Minuten später nutzte er eine weitere Unsicherheit unserer Abwehr zur 2:1 Gäste-Führung. Mit dieser ging es auch in die Halbzeitpause.

Aufgrund der sehr unbefriedenden Vorbereitung auf die Rückrunde schien der konditionelle Einbruch unserer Mannschaft in der zweiten Halbzeit nur eine Frage der Zeit zu sein. Mit Andreas Baysoy für Frank Godehart und Dirk Schwienheer für Hendrik Nieweg wurden zwei frische Kräfte gebracht. Sie sollten für weitere Entlastungsangriffe sorgen und vielleicht durch einen Treffer neue Kräfte im Team freisetzen.

Doch der Gegner drehte zu Beginn der zweiten Hälfte mächtig auf. Besonders über den schon in der ersten Halbzeit sehr starken Fatmir Laci wurde ein Angriff nach dem anderen in Richtung unseres Tors gestartet. Bis zur 55. Minute hielt die Abwehr stand. Dann traf Hobel Gültekin zum wohl entscheidenden 3:1. Anschließend fiel es unserer Mannschaft immer schwerer, Entlastungsangriffe zu starten. Unsere Offensive fand mehr als eine viertel Stunde praktisch nicht statt und Rheda erspielte sich gegen nun auch langsam ermüdende Neuenkirchener zahlreiche Torchancen. Zunächst wurden diese vergeben, bis Dominik Kretz erneut traf (67.). Nur drei Minuten später sorgte er mit seinem insgesamt 24. Saisontreffer dafür, dass sein Gegenspieler Maik Vedder später wohl nicht gerne über das heutige Spiel reden wird. In der 75. Minute traf Eduard Edau zum Enstand von 1:6.

Anschließend gelang es unserer Mannschaft zumindest noch mal, gefährlich vor das Tor des Gegners zu kommen. Hätten Dirk Schwienheer uns Sebastian Hiebing ihre großen Möglichkeiten genutzt, wäre das Ergebnis wenigstens etwas erträglicher gestaltet worden. Doch blieb es schließlich beim deutlichen 1:6. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können. Allerdings vergaben die Gästestürmer zum Teil klarste Chancen.

Letztendlich war die heutige deftige Niederlage sicherlich auch die Quittung für die unzureichende Vorbereitungsphase. Doch gerade die erste Halbzeit stimmt Zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Wenn es gelingt, die kämpferische Leistung erneut abzurufen und die zeitweise bewiesenen spielerischen Qualitäten demnächst auch in zählbares umzumünzen, wird sich auch der nötige Erfolg einstellen.

Weiter geht es am Samstag, den 26. März 2005,  mit dem Auswärtsspiel gegen GW Langenberg II. 

Wir spielten in folgender Aufstellung: Pascal Schwiederek – Timo Selhorst – Maik Vedder, Carsten Strunz – Sven Mahlke, Marco Eggenwirth, Wasil Kowal, Berthold Wittreck, Hendrik Nieweg (46. Dirk Schwienheer), Ralf Steinberg (60. Sebastian Hiebing), Frank Godehart (46. Andreas Baysoy)